UN-Resolution 1325 - Frauen in bewaffneten Konflikten

In der von Männern dominierten Sicherheits- und Verteidigungspolitik werden die Ansichten von Frauen zu Krieg und Frieden häufig nicht berücksichtigt, obwohl Frauen und Mädchen als Teil der Zivilbevölkerung überproportional stark von Kriegen und bewaffneten Konflikten betroffen sind. Frauenorganisationen arbeiten seit langer Zeit daran, die Perspektiven von Frauen in die internationale Sicherheitspolitik einzubringen.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht die herausragende Bedeutung von Frauen in der Befriedung und dem Wiederaufbau von Konfliktregionen sowie die Notwendigkeit eines besonderen Schutzes von Frauen in Krisenzeiten nicht mehr zur Diskussion: Mehrere internationale Dokumente und Abkommen zur Rolle von Frauen in bewaffneten Konflikten und Postkonfliktphasen wurden mittlerweile verabschiedet.

So auch die Resolution 1325. Mit ihr verabschiedeten die Vereinten Nationen am 24. Oktober 2000 erstmals in ihrer Geschichte eine Sicherheitsresolution, die sich speziell mit Frauen beschäftigt. Seither ist völkerrechtlich verpflichtend geregelt, dass Frauen in Friedensprozessen, in der Sicherheitspolitik sowie bei der Konfliktbearbeitung vor Ort angemessen zu beteiligen sind. Die Resolution fordert, dass Frauen „an allen Anstrengungen zur Wahrung und Förderung von Frieden und Sicherheit gleich-berechtigt und in vollem Umfang teilhaben und dass ihr Mitwirken an den Entscheidungen im Hinblick auf die Prävention und die Beilegung von Konflikten ausgebaut werden muss".

Frauen in bewaffneten Konflikten - Die Umsetzung der VN-Sicherheitsresolution 1325 in der Europäischen Union, September 2010

 

Die Umsetzung der VN-Sicherheitsresolution 1325 in der Europäischen Union, eine Broschüre von Barbara Lochbihler vom September 2010 ›