Keine Abschiebung! Dauerhaftes Bleiberecht für Roma!
Zehn Jahre nach Kriegsende und zwei Jahre nach der Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien ist die Situation in dem südosteuropäischen Staat für Minderheiten weiterhin sehr schwierig. Roma, die in den Wirren des Bürgerkriegs geflüchtet waren und nun wieder in das Land zurückkommen, haben es besonders schwer. Viele müssen in Holzbaracken ihr Dasein fristen, haben auf dem Arbeitsmarkt keine Chance und werden zum Spielball zwischen albanischer Regierung und serbischer Minderheit. Ihre Kinder sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Sie sprechen Romani und deutsch, in den kosovarischen Schulen aber wird in albanisch und serbisch gelehrt. Ohne schulische Ausbildung werden junge Roma nie eine Chance haben, sich in die Gesellschaft im Kosovo zu integrieren. Zwar bemüht sich die deutsche Regierung um Integrationsprojekte in der Region, bislang jedoch mit geringem Erfolg. Dennoch halten die Berliner Regierenden an einem Beschluss vom Herbst vergangenen Jahres fest, nachdem 10.000 Roma, die bis dato als Flüchtlinge geduldet in Deutschland gelebt haben, in das Kosovo abzuschieben. Diese Entscheidung ist unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten unverantwortlich. Roma brauchen endlich ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht. Niemand darf gegen seinen Willen zurückgeführt werden.
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